Termin
29.09.2010 - 29.09.2010
Veranstaltungsort
Steigenberger Hotel Hamburg
Heiligengeistbrücke 4
D-20459 Hamburg
Phone +49.40.36806.0
Fax +49.40.36806.777
Zielgruppe
Vorstände von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, Personalverantwortliche, Personalplaner und Personalmanager aller Banken und Sparkassen
Seminarziele
In Banken und Sparkassen machen die Personalkosten einen großen Teil der Fixkosten aus. Diese Kosten sind meist nur langfristig steuerbar und entwickeln sich nicht immer im Einklang mit der aktuellen Geschäftssituation. Die Entlohnung ist zudem häufig an Tarifverträge gebunden und hat nur einen geringen variablen Anteil. Viele Personalmanager sehen sich daher in einer Zwickmühle gefangen: Der sich verschärfende Konditionenwettbewerb zwingt zu äußerster Kostendisziplin; Tarifverträge und der Wunsch nach Sozialverträglichkeit und fairer Entlohnung vor allem guter Vertriebsleistungen stehen dem gegenüber.
Personalkosten lassen sich unter zwei Perspektiven flexibel halten: 1. direkte und indirekte Personalkosten und 2. Personalressourcen. Kosten werden dann flexibler, wenn flexible, leistungsorientierte Vergütungssysteme sich - zumindest teilweise - selbst erwirtschaften. Personalkosten werden auch dann flexibel, wenn Belastungsspitzen durch optimale Prozessorganisation weitgehend vermieden werden. In Abhängigkeit von Bank- und Vertriebsstrategien können auch andere Kostenarten, z. B. Aufwendungen für Immobilien, flexibel gestaltet werden. Schließlich zeigen positive Umsetzungsbeispiele, dass Transfer und Outsourcing auch so gestaltet werden können, dass Kosten flexibler werden und gleichzeitig das Vertrauen und das Engagement der Mitarbeiter erhalten bleibt.
Auf der Seite der Flexibilisierung von Ressourcen bieten sich nicht nur die bekannten Angebote der Zeitarbeitsfirmen an. Flexible Teilzeitarbeit und Zeitwertkonten bieten bislang kaum ausgeschöpfte Möglichkeiten. Dazu gehören sinnvoll gestaltete Stufenpläne zur Umsetzung von Teilzeitarbeit (z. B. bei Schwangerschaft und Elternzeit) ebenso wie sinnvolle und bilanziell verträgliche Formen der Vergütung von Auszeiten und Freistellungen als "Sabbatical". Beide Formen der Flexibilisierung, Kosten und Ressourcen, werden bei sinkenden Marktpotenzialen, steigendem Wettbewerbsdruck, zunehmender Regelungsdichte und - nicht zuletzt - sinkender Verfügbarkeit qualifizierten Nachwuchses zum wichtigen Wettbewerbsvorteil: Nur wer alle Möglichkeiten der Flexibilisierung gekonnt nutzt, wird trotz Konditionenwettbewerb und Marktdruck einen "atmenden Betrieb" ermöglichen können, dem nicht so schnell die Puste ausgeht.
Referenten
Prof. Dr. Joachim Paul Hasebrook
zeb/rolfes.schierenbeck.associates
Senior Manager