Die Analysen zur Entstehung der Finanzmarktkrise haben aufgezeigt, dass die derzeitigen Standards zur Eigenkapitalunterlegung in Teilen Fehlanreize setzen. Zur Beseitigung der erkannten Schwächen wurde in den letzten Jahren eine Reihe von Anpassungen vorgenommen. Die Verabschiedung und Veröffentlichung der unter dem Stichwort „Basel III“ bekannten Regelungen Ende 2010 stellen den derzeitigen Höhepunkt der Novellierung dar. Das Inkrafttreten der Regelungen erfolgt stufenweise ab dem 1. Januar 2013 und wird die Banken vor bedeutende Herausforderungen stellen.
Die neuen Regelungen für die Kapitalunterlegung betreffen die grundlegende Überarbeitung der Eigenmitteldefinition, die Einführung einer risikounabhängigen Höchstverschuldungsquote (Leverage Ratio), Neuregelungen von Verbriefungen im Anlage- sowie Handelsbuch und Anpassungen bei der Berechnung der Kontrahentenrisiken. Die Anforderungen an das Liquiditätsrisiko steigen durch die Einführung neuer Liquiditätskennziffern und Monitoring-Tools. Die Ergebnisse der Quantitative Impact Study 2010 (QIS 2010) zeigen eindeutig, sowohl auf europäischer als auch internationaler Ebene, den Handlungsbedarf der Banken über alle Regelungsbereiche von Basel III hinweg. Die wesentlichen Regelungen, Auswirkungen, Übergangsregelungen sowie Steuerungsaspekte der Umsetzung hat zeb/ in einem Fachartikel zusammenfassend dargestellt.
zeb/ steht Ihnen als Ansprechpartner zu allen aktuellen regulatorischen Entwicklungen jederzeit kompetent zur Seite, zeigt Ihnen Auswirkungen auf Ihre Methoden, Prozesse und DV-Systeme auf und unterstützt Sie bei der Umsetzung der relevanten Änderungen. Darüber hinaus sind wir der ideale Partner in allen Fragen rund um die aufsichtliche Zulassung interner Modelle.
Unser Leistungsspektrum:
- Begleitung bei der Umsetzung der Basel-III-Herausforderungen
- Gap-Analyse und Umsetzungsplanung
- Auswirkungsanalysen und Szenariorechnungen (z. B. QIS-Erhebungen)
- Implementierung der neuen Anforderungen – fachlich, technisch, prozessual
- Integration der neuen Anforderungen in die Gesamtbanksteuerung und das Management-Reporting
- Umstellung der Eigenmittelberechnung vom Aggregations- und Abzugsverfahren (HGB) auf das Konzernabschlussverfahren (IFRS, unter Berücksichtigung der KonÜV)
- Vorbereitung und Begleitung von Zulassungsprüfungen für interne Adress-, Marktpreisrisiko- und OpRisk-Modelle
- Gap-Analyse und Vorteilhaftigkeitsberechnungen
- Erstellung der Antragsunterlagen
- Konzeption und Validierung der Modelle
- Konzeption und Implementierung von Rechenkern- und Meldelösungen
- Modellrollout für internationale Bankengruppen
- Begleitung von grenzüberschreitenden Zulassungsverfahren und Begleitung des On-Site-Reviews
- Monitoring internationaler und nationaler Entwicklungen, Vorschläge und Gesetzesinitiativen unter Berücksichtigung nationaler Wahlrechte