Schadenmanagement im SAP-Umfeld
Vor dem Hintergrund sinkender Prämieneinnahmen und eingebrochener Erträge aus den Kapitalanlagen kommt der Reduktion der Kosten für die Schadenabwicklung eine besondere Bedeutung zu. Die Kosten für Schadenaufwand und Regulierungsprozesse stellen dabei für Versicherungsunternehmen den größten Ausgabenbereich dar. Einsparungen bei Schadenaufwand und Schadenregulierungskosten sind aus geschäftspolitischer Sicht deswegen eine wesentliche Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit im Markt.
Das SAP-Schadensystem FS-CM kann diesen Ansatz unterstützen und realisiert diesen Erfolg im Wesentlichen durch drei Ansätze:
- Beschleunigung des Schadenbearbeitungsprozesses mit abschließender Fall-Bearbeitung
- Systemseitige Integration externer Dienstleister mit automatisierter Beschaffung
- Effiziente Integration in die bestehende Systemlandschaft eines Versicherungsunternehmens
Vor der Einführung eines Schadensystems steht die Ermittlung der quantitativen und qualitativen Nutzenaspekte, z. B. die Reduktion von Bearbeitungszeiten bei der Schadenanlage, teilweise automatisierte Lösungen für einzelne Geschäftsvorfälle wie beispielsweise Teilungsabkommen oder Mitversicherungsverträge bei Versicherern. Die Ermittlung der Nutzenaspekte kann in einem Business Case dem zu erwartenden Aufwand zur Einführung gegenübergestellt werden.
Vorteile FS-CM
FS-CM ermöglicht ein umfassendes Schadenmanagement, das sämtliche anfallende Prozesse eines Schadenzyklus effizient und kundenorientiert abdeckt. Die Standardlösung setzt auf der SAP-Basistechnologie auf und ist spartenübergreifend konfigurierbar.
Im Funktionsumfang sind enthalten:
- Schadenerfassung:
- Bearbeitung des Eingangs von Schadenmeldungen,
- Schadenanlage,
- Dublettenprüfung der Kundenstammdaten und
- Prüfung der Sachbearbeiterzuordnung.
- Schadenbearbeitung:
- Anlage und Verwaltung einer elektronischen Schadenakte,
- Deckungsprüfung in Bezug auf den gemeldeten Schaden,
- Aktivitätenmanagement für die anstehende Schadenregulierung,
- Anspruchsposten inkl. Entschädigungsberechnung sowie
- Betrugserkennung aufgrund unterschiedlicher Parameter.
- Kollaborative Geschäftsszenarien:
- Katalogintegration für Beschaffungsvorgänge und
- Beauftragung externer Dienstleister zur Schadenregulierung.
- Finanzabwicklung:
- geschäftsjahresabhängige Ermittlung und Buchung des rückstellungsfähigen Betrages,
- geschäftsjahresabhängige Ermittlung und Buchung der Zahlungen,
- Abzug relevanter Regresse,
- Einbezug von Mitversicherungsverträgen sowie
- Berücksichtigung von Rückversicherungsverträgen sowie Geldeingängen aus Resteverwertung.
- Controlling:
- Reporting und Auswertungen für die Schadenabwicklung sowie
- Überleitung der Daten in ein Business-Warehouse.
Unser Ansatz
Nach Klärung der Integrierbarkeit und Anbindung des FS-CM an vorhandene Systeme stehen die Abbildung der Schadensfälle und die damit zusammenhängenden Geschäftsprozesse im Fokus.
Die Definition der Geschäftsprozesse orientiert sich in der Regel stark an bisher gelebten Prozessen. Hier ist es wichtig, die exakten Anforderungen an den Lebenszyklus eines Schadens zu definieren und daraus die zu gestaltenden Geschäftsprozesse abzuleiten.